Nomadenland

Person

Matthias Michel

tl_files/uploads/images/contentpic-04.jpgNeben seiner Arbeit als Systemelektroniker, die Matthias Michel bis Januar 2010 ausübte, zog es ihn schon immer in die freie Natur, um an körperlichen, wie mentalen Herausforderungen zu wachsen. Besonders das Bergsteigen bot dem Ausdauersportler, von Hektik und Streß des Alltags Abstand zu nehmen.Wo es Matthias jahrelang in die Alpen zog, um seiner Passion nachzugehen, so auch der Teilnahme an der Berglauflangstrecken WM 2007, an Solobergtouren, Skitouren und bis heute der Tätigkeit als Langlauflehrer, wagte er sich im Sommer 2008 für einen Monat zum Bergsteigen nach Kirgisien, um jene einzigartige Erfahrung zu machen, die alles verändern würde.

Auf dem Weg zur Spitze des 7134 Meter hohen Berges „Pik Lenin“, im kirgisischen Gebirge Pamir, weit entfernt der westlichen Schnelligkeit, fühlte sich Matthias nach und nach entschleunigt und fähig, die, für ihn wirklich wichtigen Dinge zu begreifen. Zu diesen klaren Erkenntnissen führte ihn ebenso die gewaltige Dimension der kirgisischen Natur, wie die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der einfachen Nomaden. Zwischen Grenzerfahrungen, wie dem Sturz in eine Gletscherspalte und den unvergesslichen Etappensiegen, welche die Bezwingung eines Berges bietet, formte sich immer mehr und mehr die Idee, ein Stück Entschleunigung, das Nomadendasein mit nach Hause zu nehmen.

tl_files/uploads/images/contentpic-05.jpgSo brachte Matthias nicht nur einen wertvollen Erfahrungschatz mit zurück nach Deutschland, sondern auch zwei kirgisische Jurten. Im Volkspark Potsdam leitet und organisiert er seitdem Veranstaltungen und Workshops unterschiedlicher Themengebiete, unter anderem zu Ruhe, Entspannung und Balance. Genauso sind die Jurten immer wieder Wirkstätte verschiedener TrainerInnen, KünstlerInnen und HandwerkerInnen, die hier ihr Wissen in vielerlei Kursen zur Verfügung stellen. Mit den Jurten hat Matthias einen ganz zentralen Ort zur Erholung in Potsdam geschaffen.